032O0707

Trainiere wie ein Champion!…mit den 6 wichtigsten Trainingsprinzipien

Wie häufig wechselst du deinen Trainingsplan? Wie häufig wechselst du auch mal die Trainingsmethode? Wann hast du das letzte Mal pausiert?

Häufig höre ich im Alltag von Erfahrungen verschiedener Sportler und Trainierender, die teilweise wochenlang nach demselben  Trainingsplan trainieren, ganz nach dem Motto „Die Übungen sind so einfach oder gefallen mir“ oder an 7 Tagen in der Woche ins Fitnessstudio gehen, ohne dabei die wichtigsten Trainingsprinzipien zu berücksichtigen. Doch für ein effektives Training muss man nicht jeden Tag trainieren, schon gar nicht nach der selben Trainingsmethode. Stattdessen sollten gewisse Prinzipien eingehalten werden, die ich Euch vorstellen möchte. Doch step by step, denn zunächst stellt sich die Frage, was Training ist.

Ziel eines jeden Trainings ist laut Definition immer die planmäßige und sachorientierte Einwirkung auf den sportlichen Leistungsszustand des Trainierenden.

Die positiven Effekte des Training sind Einflüsse auf die psychischen, physischen und kognitiven Leistungen, die durch verschiedene physiologische und koordinativer Anpassungsvorgänge entstehen. 

Unter Berücksichtigung des Trainingsbegriffes finden die folgenden 6 wichtigen Trainingsprinzipien Anwendung:

Prinzip 1: Biologische Anpassung

Das Trainingsprinzip der biologischen Anpassung besagt, dass nach einem gesteigerten Trainingsniveau Anpassungsvorgänge im Körper ausgelöst werden. Das Resultat dieser positiven Anpassungsvorgänge ist ein gesteigertes Trainingsniveau. Das bedeutet, dass sogenannte überschwellige Trainingsreize gesetzt werden müssen, um die Trainingsleistung zu steigern. Dieses Phänomen ist auch als Superkompensationsprinzip oder Modell der Superkompensation bekannt. Ein Training auf gleichem Niveau, das heißt unterschwellige oder gleichschwellige Trainingreize, würde keine Leistungssteigerung hervorrufen.

Prinzip 2: Optimale Relation von Belastung und Erholung

Insbesondere nach eine intensiven und wirkungsvollen Training ist für die Strukturen des Körpers eine Regenerationszeit unerlässlich. Ein angemessenes Verhältnis zwischen Belastungs- und Erholungsphasen ist unabdingbar.  Sportler, die die Erholungsphase in Relation zur Belastungsphase zu gering planen, trainieren somit ineffektiv. Belastung und Erholung sollten also bei einem guten Training stets als Einheit gesehen werden.

Prinzip 3: Kontinuierliche Belastungssteigerung

Dieses Prinzip besagt, dass auf Grundlage des ersten Prinzips immer wieder neue Trainingsreize in Form von Belastungssteigerungen gesetzt werden müssen, um ein langfristig erfolgreiches Training zu absolvieren. Die Belastung sollte demnach nicht gleichbleibend, sondern kontinuierlich ansteigend sein.

Prinzip 4: Belastungsvariation

Doch nicht nur die Belastungssteigerung, sondern auch die Belastungsvariation spielt beim Setzen neuer Trainingsreize eine große Rolle und wird oft unterschätzt.  Eine Beanspruchungsvariation kann gesetzt werden, indem man andere Körperbereiche und Muskelgruppen belastet, aber auch indem man die Trainingsintensität, Sportart, Trainingsgeräte, Trainingsmethode etc. variiert.

Prinzip 5: Regelmäßigkeit

Ein einmaliges Training löst noch keine erkennbaren Anpassungen aus. Daher ist das A und O, insbesondere für einen langfristigen Erfolg, das REGELMÄßIGE Training. Zum Erreichen einer optimalen Anpassung ist zwingend notwendig, mehrfach eine Belastung zu wiederholen.

Prinzip 6: Individualisierung

Wir sind Individuen mit individuellen Voraussetzungen. Dies erfordert demnach auch eine individuelle Trainingssteuerung. Nur unter Berücksichtigung des Alters, Trainingszustands, körperlichen Zustands, Geschlechts sowie der Ziele und Intentionen des Trainings und gegebenfalls weiterer Variablen kann ein effektives Training gestaltet werden.

Share Button
Simon SchröderTrainiere wie ein Champion!…mit den 6 wichtigsten Trainingsprinzipien